Ein rechter Mord

Samuel Yeboah, politischer Flüchtling aus Ghana wurde am 19. September 1991 durch einen rassistischen Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Saarlouis-Fraulautern ermordet. Die Täter wurden nie ermittelt, die Ermittlungen nach wenigen Wochen eingestellt.

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Die Gedenktafel

Anlässlich seines 10. Todestages fand in der Saarlouiser Innenstadt am 19.09.2001 eine antifaschistische Kundgebung von mehr als 150 Menschen statt. Im Anschluss daran wurde eine Gedenktafel am Saarlouiser Rathaus angebracht. Noch am gleichen Abend wurde diese auf direkte Veranlassung des Oberbürgermeisters Hans-Joachim Fontaine (CDU) entfernt. Begründung: Es läge keine Genehmigung vor.

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Erinnerung und Widerstand

Bis heute erkennt die Stadt Saarlouis Samuel Yeboah nicht als Opfer rechter Gewalt an und lässt es nicht zu, dass an einem zentralen Platz in der Stadt an Samuel Yeboah erinnert wird. Aus diesem Grund fordern Antifaschist_innen seit Jahrzehnten Samuel Yeboah als Opfer rechter Gewalt anzuerkennen und ihm würdig und öffentlich zu gedenken.

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Wiederaufnahme der Ermittlungen

Fast 30 Jahre nach dem Mord kam es 2020 zu einer Wiederaufnahme der Ermittlungen durch die Generalbundesanwaltschaft. Ergebnisse gibt es bisher keine. Zum 30. Todestag ist am 18. September 2021 eine Demonstration in Saarlouis geplant, unter dem Motto: "Kein Schlussstrich! Aufklären, Einmischen, Konsequenzen ziehen."

Weitere Informationen zur Demonstration am 18. September 2021

Virtuelles Gedenken

Wir möchten mit diesem virtuellen Gedenkstein die Erinnerung an Samuel Yeboah und die Hintergründe seiner Ermordung wach halten und unsere Forderung bekräftigen, ihm endlich öffentlich und würdig in Saarlouis zu gedenken. Wer auf das Schicksal von Samuel Yeboah aufmerksam machen will, darf gerne auf diesen virtuellen Gedenkstein hinweisen.