Termine

MÜNCHEN 10.09.19 – Die radikale Rechte vor der Kommunalwahl
19:00 Uhr
Barrio Olga Benario, Schlierseestr. 21
„Am 15. März 2020 stehen die nächsten Kommunalwahlen in Bayern an. Verschiedene rechte Kräfte – allen voran natürlich die AfD – werden den Wahlkampf nutzen um ihre Hetze und Lügen zu verbreiten und am Ende die lokalen Parlamente als ihre Bühne zu gewinnen.
Für uns ist es wichtig die wahren Ursachen und Profiteure sozialer Probleme zu benennen und für den gemeinsamen Kampf aller Ausgebeuteten einzutreten. Im Wahlkampf ist es aber auch wichtiger denn je, die Rechten zu konfrontieren. Uns geht es darum klarzumachen, dass Rechtspopulisten und Faschisten nicht als Teil der demokratischen Diskussion akzeptiert werden. Wichtig dafür ist es zu wissen, wie die rechten Kräfte arbeiten und wer sie sind.“

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DACHAU 01.10.19 – Antifaschistisches Infocafé: Die extreme Rechte an der Regierung
19:00 Uhr, Freiraum Dachau
Brunngartenstr. 7
freiraum-dachau.de
„Was uns in der BRD bislang verwehrt blieb, ist anderenorts bereits Realität. Die extreme Rechte befindet sich nicht nur im Aufwind, sondern stellt als Koalitionspartner Regierungen. Im Zuge neoliberaler Umwälzungen, der Finanzkrise 2007/08 und schließlich der so bezeichneten „Flüchtlingskrise“ konnten Parteien rechts des Konservatismus hohe Wahlergebnisse einfahren. Rassismus wurde zum Erfolgsfaktor. Aber migrations- und asylfeindliche Losungen beantworten noch keine gesellschaftlichen Fragen.
Wie verhalten sich extrem Rechte, wenn sie an den Fleischtöpfen der Macht sitzen? Hier handeln die verschiedenen Akteur_innen in einzelnen Aspekten durchaus unterschiedlich, auch wenn ihnen grundlegende Haltungen und vor allem Widersprüche gemein sind.“
komplette Ankündigung

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DACHAU 08.10.19 – Film: Der zweite Anschlag, Rassistische Gewalt in Deutschland
mit der Regisseurin Mala Reinhardt

19:00 Uhr, Freiraum Dachau
Brunngartenstr. 7
freiraum-dachau.de
„Eine Anklage der Betroffenen
„Das Boot ist voll!“, „Ausländer raus!“, „Deutschland den Deutschen“. Die Parolen der Rechten sind mittlerweile unüberhörbar geworden. Genauso die Gewalt, die sich gegen jene Menschen richtet, die als „fremd“ wahrgenommen werden. Mit erschreckender Kontinuität wiederholen sich seit Jahrzehnten rassistisch motivierte Ausschreitungen, Angriffe und Morde in der Bundesrepublik Deutschland. DER ZWEITE ANSCHLAG dokumentiert die bisher kaum beachtete Perspektive der Betroffenen dieser Gewalt und stellt sie in den Mittelpunkt.
In tiefgehenden Interviews entwickelt der Film ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonist*innen des Films durchlebt haben. Osman Taköprü erzählt von dem Mord an seinem Bruder Süleyman, den der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) 2001 in Hamburg beging. Ibrahim Arslan schildert seine Erinnerungen an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992, den er selbst nur knapp überlebte und Mai Phương Kollath wohnte selbst in Rostock-Lichtenhagen, als dort unter dem Beifall hunderter Schaulustiger das Sonnenblumenhaus von Neonazis in Brand gesteckt wurde.
Doch es bleibt nicht dabei. Angesichts von anhaltenden rassistischen Ausschreitungen, der un-zureichenden Aufklärung des NSU-Komplexes und dem Einzug der AfD in die politische Landschaft der BRD haben Mai Phương, Ibrahim und Osman eine Entscheidung getroffen: Sie wer-den nicht länger schweigen. Dabei verweben sich ihre Geschichten. Und während sie für eine lückenlose Aufklärung und ein Ende der Gewalt eintreten, entsteht ein Netzwerk aus Menschen, die ähnliches erlebt haben. So erhebt auch Gülüstan Ayaz-Avcı, deren Partner Ramazan bereits in den 1980ern von Nazis ermordet wurde, ihre Stimme. Ihr Fall zeigt, dass rassistische motivierte Gewalt in Deutschland nicht erst mit der Wiedervereinigung beginnt. Auch Özge Pınar Sarp berichtet von aktuellen Entwicklungen und eröffnet im Film eine migrantische Perspektive auf antifaschistisches Engagement in Deutschland. Als sie vor wenigen Jahren nach Deutschland kam und selbst politisch aktiv wurde, bekam auch sie tief verankerten alltäglichen Rassismus zu spüren.
DER ZWEITE ANSCHLAG führt diese Geschichten in einer vielschichtigen Erzählweise zusammen und eröffnet einen detaillierten Einblick in den Kampf migrantischer Communities gegen Rassismus in Deutschland.“