Termine

DACHAU 23.02.18 – Buchvorstellung: Der kurze Frühling der Räterepublik
Freiraum Dachau, Brunngartenstr. 7
Beginn 20:00 Uhr
„Simon Schaupp stellt sein im Unrast Verlag veröffentlichtes Buch aus der
bayerischen Revolution vor. Es erzählt die Geschichte der Bayerischen
Räterepublik von den Januarstreiks 1918 bis zur Niederschlagung im
Sommer 1919. Im Zentrum stehen dabei die Erlebnisse des Anarchisten
Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer
(KPD) und des Linkssozialisten Ernst Toller (USPD). Es wird deutlich,
dass nicht eine Gruppe Literaten, wie immer wieder behauptet wird,
sondern große Teile der Lohnabhängigen die Räterepublik getragen haben.
Selbst in der kurzen Zeit ihrer Existenz konnte sie soziale Maßnahmen
wie Umverteilung von Wohnraum, die Einführung des Achtstundentages und
den Ausbau der Frauenrechte durchführen.

Schaupp zeigt auch, wie sich im Wüten der damals schon antisemitsichen
Freikoprs während und nach der Niederschlagung der Räterepublik schon
der Vorschein des NS ankündigte.“

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MÜNCHEN 01.03.18 – Antifa Cafe: Autonomie unter Beschuss
Hintergründe zur Situation in Nordsyrien
Kafe Marat, Thalkirchnerstr. 102
„Mit Leopard II Panzern deutscher Produktion, schweren Waffen und Flächenbombardements führt der türkische Staat Krieg gegen den Kanton Afrin. Der Angriff richtet sich gegen die „Demokratische Föderation Nordsyrien“ als Ganzes, die Kriegspropaganda verspricht einen Vormarsch bis Manbidsch im Handstreich. Unterdessen geht die deutsche Polizei auf die Jagd nach Fahnen der YPG und YPJ.

In diesem Antifa-Café soll es um die aktuellen Entwicklungen und die politische Situation in der Selbstverwaltungsregion im Norden Syriens gehen. Was bezweckt das AKP-Regime? Welche Rolle spielt der deutsche Staat und warum greift eine Kritik, die sich bloß auf Waffenexporte konzentriert, wesentlich zu kurz? Und was ist eigentlich mit den anderen Mächten, die in der Region ihre je eigene Agenda verfolgen? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Genoss*innen aus linken kurdischen Zusammenhängen diskutieren.“

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DACHAU 01.03.18 – Österreich: Republik, Austrofaschismus, NS Herrschaft
Versöhnungskirche, Alte Römer Str. 87
19:30 Uhr
Referent Dr. Kurt Bauer
http://versoehnungskirche-dachau.de

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DACHAU 06.03.18 – 10 Jahre Antifa Infocafe
Vortrag „Die radikale Rechte vor der Landtagswahl“

Freiraum Dachau, Brunngartenstr. 7
Beginn 20:00 Uhr
„In den letzten Jahren radikalisiert sich der auf Militanz und Terror
orientierte Teil der rechten Szene, es radikalisiert sich aber auch der
– zumindest primär- nicht auf Gewalt ausgerichtete Teil der extremen
Rechten. Das ist sehr gut beispielsweise bei der Partei der „sozialen
Bewegung von rechts“ zu beobachten, der AfD.

Trotzdem (oder gerade deswegen?) ist die „Alternative für Deutschland“
erfolgreich wie kein anderes parteiförmiges Projekt der extremen
Rechten. Bei der Bundestagswahl haben ihr allein in Bayern über 900 000
Wähler_innen ihre Zweitstimme gegeben, 14 AfD-Abgeordnete aus Bayern
sitzen nun im Deutschen Bundestag. Bei der Landtagswahl im Oktober will
die AfD nun auch in das Maximilianeum einziehen. Robert Andreasch zeigt,
wie die Partei in den kommenden Wahlkampf zieht und wie sowohl CSU als
auch die extreme Rechte und die Neonaziszene darauf reagieren.

Robert Andreasch beobachtet als Fachjournalist die extreme Rechte und
arbeitet u. a. bei der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations-
und Archivstelle München e.V. (a.i.d.a.).“

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MÜNCHEN 08.03.18 – Demo zum Frauen*kampftag
Marienplatz
17:00 Uhr
„Der Internationale Frauenkampftag steht für weltweite Errungenschaften …
Der 8. März mobilisiert für den Kampf gegen alle Strukturen, die Frauen, Lesben, Inter-, und Transpersonen sowie Menschen mit einer offenen Geschlechtsidentität diskriminieren und unterdrücken. Die Erfolge zeigen sich in vielen Ländern in der verankerten rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern, in gleichrangigen Bildungschancen sowie im verbesserten sozialen Status der Frau.
…und dennoch steht dieser Tag für vieles, was noch erkämpft werden muss:
Das Patriarchat ist noch lange nicht überwunden. Immer noch sind überwiegend Frauen für Erziehung, Pflege und Hausarbeit zuständig, auch wenn sie erwerbstätig sind,. Dabei sind sie oft in schlechter bezahlten Dienstleistungsberufen oder Teilzeit angestellt. Wir fordern: Schluss mit der doppelten Ausbeutung! Für Freiheit und Selbstbestimmung und gegen Krieg und Unterdrückung durch Sexismus und Gewalt.
Frauen* kämpfen international …
… für Anerkennung, Wertschätzung und Selbstbestimmung! Wir kämpfen für die Selbstbestimmung unseres Körpers und stellen uns gegen §218 und §219 die den Schwangerschaftsabbruch prinzipiell unter Strafe stellen.
… gegen Gewalt, Missbrauch und Alltagssexismus! Weltweit steht sexualisierte Gewalt und häusliche Gewalt auf der Tagesordnung. Oft wird den Opfern eine Mitschuld zugeschoben. Aufgrund religiöser oder patriarchaler Überzeugungen leiden viele Frauen auf der Erde an schmerzhaften Genitalverstümmelungen.
… gegen faschistische und religiös fundamentalistische Regime und Parteien! So widmen beispielsweise die Frauen der Selbstverteidigungseinheiten in Nordsyrien ihr Leben dem Kampf gegen den Daesh bzw. den IS. Außerdem bieten sie der militärischen Aggression durch das türkische Militär die Stirn. Mittlerweile ist es ihnen gelungen, eine internationale basisdemokratische und antisexistische Bewegung aufzubauen.
… für Frieden und grenzenlose Solidarität, für den Schutz der natürlichen Umwelt: Auch Frauen auf der Flucht vor Krieg oder Umweltkatastrophen werden Opfer sexueller Gewalt. Wir fordern die Anerkennung von frauen*spezifischen Fluchtgründen und sind gegen Abschiebungen.Geflüchteten muss ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden.
Wir wollen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht Ausbeutung und Profitgier. Wir wollen gemeinsam die Befreiung von patriarchalen Strukturen und Unterdrückungsmechanismen erkämpfen.
Lasst uns dafür gemeinsam am 8. März auf die Straße gehen!“

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ROSENHEIM 13.03.2018 – 30.03.2018 – Ausstellung: „Das NSU Netzwerk“
Vetternwirtschaft, Oberaustr. 2
Öffnungszeiten: Di, Do, Fr ab 19:00 Uhr
„Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe zeigen wir auch die Ausstellung „NSU-Netzwerk“ erarbeitet vom Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB). Im Fokus der Ausstellung steht dabei die Rolle der Geheimdienste, nicht nur beim Aufbau des NSU, sondern vieler weiterer Nazi-Strukturen in der BRD seit ihrer Gründung. Thematisiert werden außerdem gesellschaftlicher und institutioneller Rassismus.“
Veranstaltungsreihe, hier alle Termine contre.rosenheim.tk/nsu/

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MÜNCHEN Tag X – 4 Jahre NSU Prozess: Kein Schlussstrich
Aktionen & Demo am Tag der Urteilverkündung

„Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Voraussichtlich im Sommer 2017 wird der Prozess nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende gehen. Wir rufen zu einer Demonstration und Aktionen zu Beginn der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München auf.“
„Unabhängig davon, welchen Ausgang der Prozess nimmt: Für uns bleiben mehr Fragen als Antworten. Wir werden daher zum Prozessende zusammen auf die Straße gehen. Denn wir werden den NSU nicht zu den Akten legen.“ Aufruf nsuprozess.net
Aktuelles nsuprozess.net/blog

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