Termine

MÜNCHEN 01.-04.11.18 – Antifaschistischer Kongress Bayern
„Dieses Jahr wird in München bereits zum fünften mal der bayernweite antifaschistische Kongress stattfinden. Vom 1. bis zum 4. November 2018 gibt es nicht nur reichlich Gelegenheit, sich kennenzulernen, sondern auch allerlei Austausch und Diskussion über die aktuellen Verhältnisse, antifaschistische Perspektiven und Gegenstrategien.
In einer Reihe von Vorträgen und Workshops werden wir uns mit dem voranschreitenden Rechtsruck beschäftigen und damit, wie und warum dieser Abschottung, Ausbeutung und Ausgrenzung mit sich bringt und die bestehenden Verhältnisse zu Ungunsten vieler Menschen noch verschärfen wird. Um sich jedoch nicht ausschließlich mit der Beschissenheit der Dinge auseinandersetzen zu müssen, soll es dieses Jahr auch ganz konkret darum gehen, welche positive Erzählung wir als antifaschistische Linke dem rechten Rollback entgegenhalten können. Mit euch gemeinsam wollen wir daher auch diskutieren, wie eine solidarischere, menschlichere und gerechtere Welt aussehen könnte und wie wir dahin kommen.“

Ankündigungen unter antifakongress.blogsport.eu

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DACHAU 04.11.18 – Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht
13:00 Uhr
KZ Gedenkstätte, Alter Römer Str. 75
veranstaltet von der DGB Jugend Bayern
aus der Ankündigung:
„Zum 80. Mal jährt sich die sogenannte „Nacht der Schande“. Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 markierte den Übergang von Diskriminierung und Ausgrenzung zu offener Feindschaft und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa.
Die systematische Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden durch die NS-Diktatur „(…) war ein Ereignis von solcher Tragweite, dass der Mantel des Vergessens sich nie darüber senken wird.
Es ist ein Ereignis außerhalb jeder Zeit“ (Claude Lanzmann).
Das Erinnern und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus bedeutet für die bayerische Gewerkschaftsjugend seit über 65 Jahren eine nachdenkliche und kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Es ist auch ein Auftrag für die Gegenwart, allen Versuchen einer Umdeutung und Verharmlosung der Geschichte entschieden entgegenzutreten und ein erneutes Erstarken faschistischer Kräfte zu verhindern. Für die DGB-Jugend ist das Gedenken untrennbar verbunden mit der moralischen und politischen Verpflichtung für aktives demokratisches Eingreifen in die heutigen Verhältnisse und die Gestaltung einer menschenwürdigen und solidarischen Zukunft.“

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DACHAU 06.11.18 – Antifaschistisches Infocafe
Freiraum Dachau
Bunngartenstr. 7
80 Jahre nach den Novemberpogromen: Gemeinsamer Gang zu den Stolpersteinen
freiraum-dachau.de
„In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 initiierte das NS Regime einen reichsweiten antisemitischen Exzess. Es wurden tausende Wohnungen und Geschäfte von jüdischen Bürger_innen geplündert, über 1400 Synagogen zerstört und niedergebrannt. 400 Menschen wurden in den Tagen der Novemberpogrome ermordet, an die 30.000 in die Konzentrationslager Dachau, Sachsenhausen und Buchenwald deportiert. Ihr gesamter Besitz wurde beschlagnahmt.

In Dachau forderte man am Abend des 10. November 1938 15 jüdische Bürger_innen auf, die Stadt vor Sonnenaufgang zu verlassen, ansonsten drohe ihnen die „Schutzhaft“. Sie leisteten dem mehrheitlich Folge. Und doch überlebte nur ein Bruchteil die Zeit der NS Herrschaft. Die anderen wurden in den Vernichtungslagern Auschwitz und Theresienstadt umgebracht.

„Die Stadt Dachau ist somit heute völlig judenfrei“ meldete der Dachauer Bürgermeister Hans Cramer später der NSDAP Kreisleitung. Gleichzeitig waren im Zuge der Pogrome 11.911 Jüdinnen und Juden im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Erst im Jahr 1988 fand in Dachau ein offizielles Gedenken statt. Die Errichtung einer Gedenktafel für die ermordeten Dachauer Jüdinnen und Juden lehnte der Stadtrat im selben Jahr als „unzweckmäßig“ ab. Im Jahr 2005 wurden die ersten Stolpersteine verlegt.“

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