Chronik 2006

Seit Februar / März kommt es wieder zu vermehrter Präsenz von rechten Jugendlichen und Boneheads am Bahnhof. Die BSG–Beamt_innen störte dies nicht im Geringsten. Es wurde beobachtet, dass sie sich zum Teil gegenseitig mit Handschlag begrüßen. In der Vergangenheit, als Punks dort abhingen, gab allein schon deren Anwesenheit Anlass für Ärger. (Quelle: Antifa)

Anfang März ereignete sich am Bahnhof ein Übergriff von einem Rechten auf einen vorbei gehenden Punk, bei dem das Opfer durch Faustschlägen im Gesicht verletzt wurde. (Quelle: Antifa)

Im Vorfeld von Rechtsrock–Konzerten im so genannten „Bunker“ gegenüber dem Allacher Bahnhof, war eine verstärkte Anwesenheit von auswärtigen Boneheads bemerkbar. Der „Bunker“ bot Neonazi–Bands, v.a. den „Feldherren“, Probe- und Auftrittsmöglichkeiten. Bei Konzerten kamen zwischen 50 – 80 Faschos. Die umliegende Gegend wurde von „Spähern“ beobachtet. Antifaschist_innen hatten noch das zusätzliche Problem, dass das Gebäude manchmal von der Polizei geschützt wurde, da sich die Faschos ja legal darin befanden. (Quelle: Antifa)

Anfang April konnte ein Punk in der S2 Richtung Dachau einen Übergriff von drei Boneheads gerade noch mit Pfefferspray abwehren. Sie waren wohl auf dem Weg in den „Bunker“, da sie in Allach ausstiegen (Quelle: Antifa)

Nach antifaschistischer Mobilisierung und Information eines Journalisten, der einen Artikel in der SZ verfasste, gab der Besitzer des „Bunker“ den Neonazis die Frist bis zum 30.4. aus zu ziehen. Am 29. 04. fand das letzte Konzert dort statt, dass mit einer Polizei–Razzia beendet wurde. Siehe auch Bericht von AIDA (Quelle: Antifa, SZ)

Seitdem wurde auch die Präsenz am Dachauer Bahnhof schlagartig rückläufig.

Durch den Hurra–Patriotismus und ungebremsten, wieder erlangten „Stolz auf Deutschland“ zur Fußball–WM kam es nach dem Ausscheiden des BRD–Teams, zu rassistischen Ausfällen gegen italienische Menschen. In der Mittermayerstraße belagerte eine Gruppe von 5-6 Leuten einen geschlossenen Pizza-Service. Sie gröhlten u.a. „Komm raus scheiß Itacker“. (Quelle: Antifa)

Flugblatt–Aktionen von linken Jugendlichen gegen Patriotismus, rechte Präsenz in Dachau und v.a. den Verkauf von Nazizeitungen u.a. im Bahnhofskiosk. Verkauft werden dort die „Nationalzeitung“ des Münchner Verlegers Gerhard Frey (Vorsitzender der DVU), das offizielle NPD-Organ „Deutsche Stimme“, sowie die neurechte „Junge Freiheit). Die Kiosk–Besitzer_innen waren natürlich nicht bereit die Zeitungen aus dem Sortiment zu nehmen.(Quelle: Antifa, Dachauer SZ)

In der Nacht des 7. Oktober ereignete sich, wieder mal am Dachauer Bahnhof, ein Übergriff von mehreren rechten Jugendlichen auf eine Gruppe Punks, die auf dem Heimweg waren. 2 Punks wurden durch Faustschläge leicht verletzt. (Quelle: Antifa)

Am Nachmittag des 8. Oktober grölten 3 Männer in ihrer Wohnung in der Augsburger Str. besoffen zu rechtsextremer Musik. Nachbarn, die sich beschweren wollten, wurden mit Hitler–Gruß und den Worten „Heil Führer“ begrüßt.(Quelle: Dachauer SZ)