25.07.19 Salzburg: 1000-Kreuze-Marsch blockieren! Für mehr feministischen Widerstand!


prochoicesbg.noblogs.org

Jedes Jahr im Sommer wird die Salzburger Altstadt Bühne eines befremdlichen Spektakels: ultra-religiöse FundamentalistInnen veranstalten einen sogenannten „Gebetszug 1000 Kreuze für das Leben“. Weiße Holzkreuze tragend ziehen selbsternannte „LebensschützerInnen“ dabei durch die Gassen. Organisiert wird das antifeministische Event von Human Life International (HLI, Lebenszentrum Salzburg) gemeinsam mit EuroProLife (München). Der „1000 Kreuze Marsch“ in Salzburg ist ein Treffen christlicher AntifeministInnen aus Österreich, Bayern und Südtirol. Der Zweck ihres Auftrittes: Propaganda gegen reproduktive Selbstbestimmung und gegen Emanzipation ganz allgemein. Weiterlesen

Demo 22.06.19: Rechten Terror bekämpfen – Antifaschistischen Widerstand aufbauen!

22.06.2019 | Stiglmaierplatz | 14:00 Uhr | nsuprozess.net

Was viele von uns schon vermutet haben, hat sich diese Woche bestätigt. Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) kommt aus der Naziszene: Stephan Ernst. Er ist rechter Gewalttäter seit den 1990ern: er beging eine homofeindlich-rassistische Messerattacke 1992. Er verübte einen Bombenanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft 1993. Mit einem Nazi-Mob griff er 2009 eine 1. Mai-Demonstration von Gewerkschaften an. Ernst war in der NPD, spendete an die AfD, hatte Kontakte zu rechtsterroristischen Netzwerken wie Combat 18, hortete Waffen in seiner Wohnung. Er hat eine einschlägige rechte Organisierungs- und Gewaltbiografie. Weil Walter Lübcke humanitäre Grundwerte im Umgang mit Geflüchteten verteidigte, war er seit Jahren Ziel von massiver rechter Hetze und Morddrohungen. Am 2. Juni 2019 wurde Lübcke auf der Terrasse seines Wohnhauses mit einem Kopfschuss getötet – eine Hinrichtung ähnlich den Morden des NSU. Weiterlesen

02.07.19 Antifa Infocafé: „Franquismo“ – Der spanische Faschismus


20:00 Uhr | FREIRAUM DACHAU | Brunngartenstr. 7

Die extreme Rechte bezieht sich nicht nur auf den Nationalsozialismus. Strömungen wie die völkische „Neue Rechte“ versuchen diesen bewusst zu umgehen. Auch für Antifaschist_innen ist es unerlässlich sich inhaltlich mit anderen Faschismusmodellen zu beschäftigen. Die spanische Variante birgt mehrere Besonderheiten. In Spanien versuchten sich die Faschist_innen 1936 an die Macht zu putschten, worauf die Arbeiter_innenschaft in Katalonien mit einer sozialen Revolution antwortete. Weiterlesen

04.06.19: Antifa Infocafé: »Antifascist Attitude« Ein Film über die Antifa-Bewegung in Russland

20:00 Uhr | FREIRAUM DACHAU | Brunngartenstr. 7

Die Dokumentation »Antifascist Attitude« (RUS 2008, 73 min.) eines
unabhängigen Medienkollektivs aus Russland zeigt antifaschistische
Aktivitäten und stellt in Interviews Antifas aus Moskau, St. Petersburg
und Irkutsk vor – darunter auch der Rechtsanwalt Stas Markelov, der am
19.01.2009 bei einem Attentat in der russischen Hauptstadt erschossen
wurde. Weiterlesen

„Identitärer“ Infostand am 25.05.19 in Dachau

Die völkisch rassistische „Identitäre Bewegung“ (IB) führte am Samstag, den 25.05.19 einen Infostand vor dem Dachauer Rathaus durch. Ursprünglich war für den 25.05. ein Infostand in München angemeldet, jedoch verzichteten die IB darauf ihn durchzuführen. Stattdessen wichen sie nach Dachau aus. Der politische Erfolg des Standes dieser elitären Kadergruppierung war deutlich begrenzt. Dennoch wurden einige Dinge deutlich.

Als gegen 16:30 Uhr bekannt wurde, dass die „Identitären“ mit einem Stand in der Altstadt stehen, begaben sich zwei Antifaschisten dorthin. Die „Identitären“ waren mit 12 Aktivist_innen am Stand. Allerdings standen sie nicht alle um diesen herum, sondern auf allen umliegenden Straßenseiten der Kreuzung am Karlsberg und versuchten Flyer an die zu dieser Tageszeit wenigen Passant_innen zu verteilen. Polizei war keine vor Ort. Man ließ eine völkische, neofaschistische Gruppierung ohne Beobachtung mitten in Dachau agieren. Weiterlesen

Gegen die AfD Veranstaltung am 16.05.19 in Dachau


Donnerstag 16.05.2019 |18:00 Uhr | Ludwig-Thoma-Haus | Augsburger Straße 23 | Dachau Altstadt

Die AfD Dachau will am 16.05. ihren Europawahlkampf mit einer erneuten Veranstaltung im Ludwig-Thoma-Haus abschließen. Geladen ist der Berliner AfD Landeschef und ehemalige Bundeswehroffizier Georg Pazderski. Er gilt als vergleichsweise gemäßigter Vertreter einer nationalkonservativen Richtung in der Partei. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der AfD Kreisverband Dachau am rechten Rand der extrem rechten Partei anzusiedeln ist. Die Auftritte und Teilnahmen von Vertreter_innen des völkischen „Flügel“ in Dachau und der langjährige Kreisvorsitz in Händen von „Flügel“ Mitgliedern sprechen Bände. Ferner bietet die Dachauer AfD eine Plattform für extrem rechte Aktivist_innen von „PEGIDA“ bis „Kandel ist überall“, die auch selbst gerne mal auf der Straße stehen wollen. So versuchten sie im Februar 2019 die französischen Gelbwesten Proteste für sich zu vereinnahmen.
Die AfD Dachau versucht erst gar nicht sich als Vertretung des „kleinen Mannes“ darzustellen. Ihre aktiven Mitglieder haben mehrheitlich einen akademischen Hintergrund und leiten selbst ein Unternehmen oder sind in hohen Positionen dort beschäftigt. Dennoch ist ihr Duktus weit weniger akademisch, wie plump rassistische Pauschalisierungen in sozialen Medien stets auf‘s neue belegen.

Gegen Rassismus und Nationalismus
Gegen Antifeminismus und Sozialchauvinismus
Für eine herrschaftsfreie, klassenlose Gesellschaft
Dachau bleibt stabil!

AfD Jugend verliert auf ganzer Linie in Dachau

„Wir sind jung, wir sind Deutsche und wir zeigen, dass wir noch an Deutschlands Zukunft glauben.“ So kündigte der AfD Kreisverband Dachau eine Veranstaltung für den 04. Mai 2019 im Ludwig-Thoma-Haus an. „Die Jugend der AfD lädt ein.“ Eingeladen hat sie schon. Gekommen ist niemand. Daniel S. von der „Jungen Alternative“ (JA) wartete am Eingang des Thoma-Hauses vergeblich auf Mitstreiter_innen. Nur zwei weitere junge Männer standen ihm zur Seite. Einer gekleidet in eine Jacke der Neonazi-Kampfsportmarke „Label 23“. Gekommen waren stattdessen über 20 Jugendliche, die ein Problem mit der AfD und ihrer völkisch rassistischen Propaganda haben.

Die Jugendlichen postierten sich mit Transparenten und entarteter Musik quer über den Aufgang zum Thoma-Haus, um die „deutsche Jugend“ gebührend in Empfang zu nehmen. Weiterlesen

Ihr könnt uns kreuzweise! Gegen den „1000 Kreuze Marsch“ in München

Radikale Abtreibungsgegner*innen planen am 11. Mai 2019 erneut einen Marsch der „1000 Kreuze für das Leben“ durch die Münchner Innenstadt, um so gegen Schwangerschaftsabbrüche zu protestieren. Auf diese antifeministische Hetze haben wir keinen Bock! Darum laden wir euch ein, am 10. und 11. Mai 2019 mit uns auf die Straße zu gehen. Alle Informationen zu den Protesten unter prochoicemuc.noblogs.org
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Revolutionärer 1. Mai in München


Kapitalismus ist und bleibt nicht reformierbar! Alles Allen!

Revolutionärer Block auf der 1. Mai Demonstration
9:30 Uhr, DGB Haus, Schwanthalerstr. 64

Gedenkkundgebung 100 Jahre blutige Niederschlagung der Räterepublik
12:30 Uhr, Odeonsplatz (gegenüber Eingang Residenz)

„Die Arbeiter brauchten doch gar nicht zu rebellieren, sie brauchen nur zu erkennen, sie wissen, was gespielt wird. Die wissen, dass sie angeschissen werden, dass sie die Blöden sind. Sie wissen, dass das eigentlich anders sein sollte und sie fragen sich manchmal, warum es nicht anders ist. Aber sie sind noch nicht imstande, das theoretisch zu formulieren, während es andere gibt, die bereits theoretisch formulieren können, Begriffe aufstellen, Phänomene kenntlich machen und denen die Dinge viel klarer und weniger unbestimmt sind.

Aber die Unbestimmheit ändert nichts an der Qualität des Klassenbewusstseins der Arbeiter, die die theoretische Einstellung noch nicht haben. (…) Es gibt zum Beispiel Arbeiter in der Bewegung, die sind nicht imstande, dir einen Vortrag zu halten oder auszudrücken, was sie wirklich sagen wollen, das können sie einfach nicht. Anders aber in ihren Handlungen: Indem sie sich immer auf die Seite derjenigen stellen, die ihren eigenen Empfindungen am nächsten kommen, beweisen sie durch ihre Aktionen, dass sie doch in die richtige Richtung gehen und sich bewegen können. Man kann klassenbewusst sein, ohne es theoretisch ausdrücken zu können.“ (Paul Mattick)

29.04.19 Antifa Infocafé Special: Besuch der Ausstellung zu Georg Scherer

Besuch der Ausstellung über Georg Scherer am Jahrestag der Befreiung von Dachau. Scherer war einer
der Organisator_innen des Dachauer Aufstands vom 28.04.1945.

Treffpunkt 19:00 Uhr Freiraum Dachau, Brunngartenstr. 7 (bitte pünktlich sein)


Informationen zur Ausstellung am ASV Dachau

Informationen zum Dachauer Aufstand

Georg Scherer: Arbeiter, Sportler, Widerstandskämpfer

Georg Scherer wird am 2.3.1906 in Pasenbach in ärmste Verhältnisse geboren. Bereits als Jugendlicher muss er seinen Lebensunterhalt selbst bewerkstelligen. Er arbeitet auf einem Hof in der Breitenau. Nach dem Tod des Vaters macht der Vollwaise Scherer eine Lehre zum Eisendreher, später erhält er eine Stelle bei BMW in München. Im Arbeiter Turn- und Sportverein Dachau (ATSV) macht sich Scherer als Handballer, Leichtathlet und Geräteturner einen Namen. Auch wird der ATSV seine politische Heimat. Er nimmt an der Arbeiter-Olympiade 1925 in Frankfurt teil und gewinnt den 1500 Meter Lauf.

Nach der Machtübertragung an die NSDAP agitiert er bei BMW gegen die Nazis. 1935 wird er bei der Weihnachtsfeier des Arbeiter Turn- und Sportvereins Dachau in der Turnhalle in der Brunngartenstraße verhaftet, weil er bei BMW antifaschistische Flugblätter verteilt hatte. Weiterlesen