Erinnern heißt kämpfen! 75 Jahre Dachauer Aufstand


Beteilgt Euch am Gedenken zum 75. Jahrestag des antifaschistischen Dachauer Aufstands! Legt am 28.4. Blumen an der Gedenktafel an der Sparkasse gegenüber des Rathauses ab.

Am 28. April 1945 stürmten bewaffnete Arbeiter_innen und geflohene KZ Häftlinge das Dachauer Rathaus und hielten die Altstadt für mehrere Stunden besetzt. Das Ziel die Besetzung solange zu halten bis die US amerikanischen Truppen nach Dachau stoßen, schlug fehl. SS-Hundertschaften aus der Kaserne am Konzentrationslager schlugen den Aufstand blutig nieder.

Der antifaschistische Dachauer Aufstand wurde jahrzehntelang verschwiegen. Der politisch kommunistische/sozialistische Hintergrund der Aufständischen passte nicht ins Bild. Es waren Menschen aus der Arbeiter_innenklasse, die KZ Häftlingen zur Flucht verhalfen. Diese zögerten nicht noch einmal ihr Leben aufs Spiel zu setzen und beteiligten sich am Aufstand. Sechs Antifaschist_innen wurden zum Teil standrechtlich auf dem Rathausplatz von der SS erschossen.

Der zunehmende rechte Terror und der politische Rechtsruck der heutigen Zeit lassen den Dachauer Aufstand noch in einem ganz anderen Licht erscheinen. Mehr denn je seit damals ist es unsere Pflicht die extreme Rechte mit allen Mitteln und auf allen Ebenen zu bekämpfen.
Euer Aufstand bleibt unvergessen! Erinnern heißt kämpfen

Sechs Aufständische, sowie der Unbeteiligte Zimmerer Anton Decker, kamen ums Leben:

Erich Hubmann // Bäcker aus Graz, geflohener Häftling des KZ Dachau
Anton Hackl // Fabrikarbeiter aus Graz, geflohener Häftling des KZ Dachau
Friedrich Dürr // Maschinenschlosser aus Mannheim, geflohener Häftling des KZ Dachau
Hans Pflügler // Former aus Dachau
Lorenz Scherer // Schreiner, Bauer aus Schwabhausen
Anton Hechtl // Bauer aus Schönberg

Weitere Informationen zum Ablauf des Aufstands, ein Redebeitrag zum 70. Jahrestag, sowie eine Biografie des Mitorganisators Georg Scherer