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EA: 03641/449304

Züge:

Leipzig Hbf: 08:47 Uhr | Gleis 6

Göttingen: 10:08 Uhr | Gleis 8D

Jena West: 10:16 Uhr | Gleis 1

Weimar: 10:41 Uhr | Gleis 3

Erfurt Hbf: 11:00 Uhr | Gleis 8a





03.03.2014

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01.03.2014: 170 auf Demonstration gegen Naziterror und alltäglichen Rassismus in Gotha

Um 11:30 Uhr sammelten sich die Teilnehmer_innen der Demonstration, des Antifa-Bündnisses am Gothaer Hauptbahnhof. Gegen 12:30 Uhr startete die Demonstration und zog in Richtung Innenstadt. Dort angekommen, wandelte sich der Aufzug in eine lautstarke Demo. Am Zwischenkundgebungsort, dem Gothaer Neumarkt, hielten Katharina König und die Antifa Suhl/Zella-Mehlis ihre Redebeiträge. Diese thematisierten zum einen, den Naziüberfall in Ballstädt vom 09.Februar, sowie die bürgerlich - kapitalistische Grundstimmung, die einen solchen Vorfall erst möglich macht. Zum Anderen wurde eine Kritik am staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstein bzw. zivilgesellschaftlichten Heimatschutz formuliert.

Nach der Zwischenkundgebung zog die Demo weiter durch die Innenstadt bis zur Hersdorfstraße. Dort gab es auf dem Dach des Ju.w.e.l.e.V. Gotha eine nette Transpiaktion (samt Feuerwerksuntermalung) mit der Aufschrift "Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren - Freiheit für Josef!". Josef aus Jena sitzt seit der Demo gegen den Akademikerball am 24.01.2014, in Untersuchungshaft im Gefängnis Wien/Josefstadt. Wir wünschen ihm von hier aus alles Gute. Auf das sie uns niemals klein kriegen werden! Auf der Freifläche in der Hersdorfstraße gab es dann eine weitere Kundgebung. Hier machten die Bewohner_innen des Ju.w.e.l. auf ihr Situation, mit Naziangriffen aufmerksam und die Antifaschistische Aktion Gotha hielt einen Redebeitrag zum Thema "Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren - Umgang mit Naziübergriffen". Ein weiterer Redebeitrag wurde von der Gruppe Roma in Thüringen gehalten, in diesem baten sie um mehr Vernetzung und thematisierten ihre Situation. Zum Schluss ging es dann gemächlich zum Hauptbahnhof zurück, wo die Demo aufgelöst wurde. Während der Auflösung wurde ein Mensch von Polizisten, wegen eines "All Cats are Beautiful" Beutels, unsanft von der Straße gezerrt, kontrolliert und später angezeigt. Nachdem sich alles aufgelöst hatte, verspürte, die für den Tag stationierte Einsatzhundertschaft, das Bedürfnis ca. 20 Personen im Gothaer Stadtpark in einen Kessel zu nehmen und zu kontrollieren. Ein Mensch wurde wegen fehlender Wohnadresse mit auf die Wache genommen und wieder frei gelassen.

Wir haben während der Vorbereitungen zur Demo sowohl Zuspruch als auch Bedenken und Kritik entgegen gebracht bekommen. Für alles sind wir dankbar, da es hilft uns selbst zu reflektieren. Das Anliegen dieser Demonstration war es, ein Zeichen zu setzen und einen Anstoß zu geben, auf die derzeitigen Verhältnisse im Landkreis Gotha und auch sonst überall zu reagieren und deren Problematik aufzuzeigen (Jetzt erst Recht!). Es liegt an uns allen, emanzipatorische Strukturen aufzubauen, wo es ihrer bedarf und wenn wir es denn wollen. (Wir jedenfalls wollen es!) Unser Ziel ist es, mit der Demo Mut zu machen, zu zeigen, dass wir eine radikale Stimmung aufbauen können, von der eine Region geprägt werden kann. In unserem Selbstverständnisses vom August 2013 erklärten wir: "Wir möchten mit einem Entgegenwirken autonomer Politik Missstände benennen und angreifen, uns dabei immer weiter entwickeln und Konzepte antifaschistischer Praxis entwickeln und nach außen sowie in die Bewegung tragen". Dem wollen wir gerecht werden. Während der Demo riefen wir immer wieder dazu auf, sich selbst sowie den antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren. Genau gesagt, anstatt nur zu reagieren, ist es wichtig eigene Akzente zu setzen und die Region zu prägen. Wir sind der Ansicht, dass während wir versuchen die Verhältnisse zu verstehen, eine Praxis entwickelt werden muss, um die Grundstimmung dahingehend zu verändern, dass wir fähig werden Missstände anzugreifen und beseitigen zu können.

Ein großer Dank geht an alle Gruppen und Einzelpersonen, die die Demo unterstützt haben. Wir haben klar gemacht, dass es die kapitalistischen Verhältnisse und die rassistischen Ressentiments sind, welche verstanden und überwunden werden müssen.

Nie wieder Deutschland! Jetzt erst Recht - aktiv und solidarisch gegen Naziterror und alltäglichen Rassismus!


Redebeiträge:

AAGTH: Einleitungsrede klick
AAGTH: Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren - Umgang mit Naziangriffen klick
Antifa Suhl/Zella-Mehlis: Kritik am staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstein bzw. zivilgesellschaftlichten Heimatschutz klick
Bewohner_innen des Ju.w.e.l.: klick
Verteilter Flyer der Romagruppe: klick


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26.02.2014

Letzte Informationen!

Vorab schonmal ein riesen Dankeschön für die große Unterstützung die wir bekommen. Gerade die aktuellen Ereignisse in Waltershausen (Landkreis Gotha) zeigen wie wichtig und richtig unsere Demo ist. Am Donnerstag sind ca. 75 Personen, eine Mischung aus NPD und rassistischen Wutbürgertum, auf dem Marktplatz in Waltershausen aufmarschiert um gegen "kriminelle Ausländer" zu Demonstrieren. Für uns unterstreicht und bestätigt diese Situation, dass wir weiter aktiv und solidarisch kämpfen müssen.

Organisatorisches:
Die Demoroute werden wir erst am Tag der Demo bekannt geben.
Die EA nummer lautet: 03641/449304.

Züge fahren wie folgt:
Leipzig Hbf: 08:47 Uhr | Gleis 6
Göttingen: 10:08 Uhr | Gleis 8D
Jena West: 10:16 Uhr | Gleis 1 (in Weimar Umsteigen)
Weimar: 10:41 Uhr | Gleis 3
Erfurt Hbf: 11:00 Uhr | Gleis 8a
Eisenach: 11:10 | Gleis 3


Noch ein neueres Interview zur Situation findet ihr Hier


18.02.2014

Material in Form von Flyern und Plakaten ist da und kann bestellt werden! Meldet euch auf aagth@riseup.net


17.02.2014

JETZT ERST RECHT!
AKTIV UND SOLIDARISCH GEGEN NAZITERROR UND ALLTÄGLICHEN RASSISMUS

| Antifaschistische Demonstration | 01.03.2014 | Gotha Hbf | 12 Uhr |

Nach dem brutalen Neonaziüberfall von Ballstädt (bei Gotha) im Februar 2014, den Naziattacken auf das alternative Wohn- und Kulturzentrum JU.W.E.L in Gotha im letzten Jahr, den kürzlichen Naziübergriffen in der Gerberstraße in Weimar, zahllosen Naziveranstaltungen (NPD Kundgebungen, Lesungen und Demonstrationen) und der tagtäglichen Bedrohung durch Nazis, die vermeintlich „Andere“ erleben, wird es Zeit den aktiven Antifaschismus nach Außen zu tragen.

Im Erfurter Süden etabliert sich mit der „Kammwegklause“ ein neuer Neonazitreffpunkt samt Kneipe, Naziladen und NPD Bürgerbüro. Das deutsche Bürgertum hat seine Maske fallen gelassen und zeigt sein hässliches Gesicht, wenn es gegen Flüchtlingsunterkünfte wettert und nationalistische Hetze betreibt. Die Untergekommen werden statt mit offenen Armen, mit Fackeln empfangen. Zu allem Übel hetzt der Verfassungsschutz (wie im Februar im Friedrichroda) im selben Atemzug gegen die „linksextreme“ Bedrohung.

Die Konsequenz dessen kann und muss eine aktive und solidarische antifaschistische Haltung gegen den Naziterror und den alltäglichen Rassismus sein. Doch dies setzt unweigerlich eine Kritik an den Verhältnissen, aus denen Nazis entstehen voraus. Kurz gesagt eine linke, jedoch nicht regressive, Kapitalismuskritik. Wir kämpfen für ein solidarisches Miteinander aller Menschen, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, Hautfarbe oder Herkunft, für eine Gesellschaft jenseits kapitalistischer Ausbeutung und Zurichtung. Eine emanzipatorische Politik welche der Blut und Boden Ideologie der Nazis entgegen wirkt. Deswegen ist die Gleichsetzung von "Rechts" und "Links" abzulehnen, welche nicht nur vom VS betrieben wird, sondern auch ein Großteil der Gesellschaft mitträgt. Es gibt hierbei keine Differenzierung der Gewalt, die von Nazis ausgeht und Aktionen, die zur Verhinderung dieser betrieben werden.

Unseren Aufruf findet ihr hier.
Wer unseren Aufruf und/oder unsere Demonstration unterstützen möchte, wende sich bitte per Mail an aagth@riseup.net.
Material zum Bewerben und Banner zum Verlinken findet ihr hier.
Ein Interview der Antifaschistischen Aktion Gotha zu den Vorkommnissen in Ballstädt und zur Situation im Landkreis und Thüringen findet ihr hier.

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Antifaschistische Aktion Gotha

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