Rassistische Hetze gegen Flüchtlinge in Hochfranken

In der oberfränkischen Stadt Selb, im Ortstel Erkersreuth, sollen um die 50 Flüchtlinge aufgenommen werden. Dagegen bildet sich eine Front aus Einwohnern und Neonazis, ein mittlerweile symptomatisches Phänomen in Franken.

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Der Aktionstag des Freien Netz Süd am 30.03.2013

Die bayerische militante Neonaziszene hatte versucht, konspirativ für einen bayernweiten Aktionstag am Ostersamstag zu mobilisieren. Durch mehrere Veröffentlichungen von antifaschistischer Seite konnten jedoch die meisten Kundgebungen und Aufmärsche im Vorfeld bekannt gemacht werden. In den meisten Städten schlug den Nazis Protest entgegen, die Aufmärsche wurden durchweg versucht zu blockieren.

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Neonazistischer Aufmarsch in Magdeburg mit nordbayerischer Beteiligung

Am Samstag, dem 12.01.2013, fand in Magdeburg ein Aufmarsch von etwa 800 Neonazis statt. Bereits im Vorfeld wurde der Oberpfälzer Daniel Weigl (Wackersdorf) als Redner angekündigt. Neben ihm nahmen Karsten Singer (Hof) und Jan Blümig (Oberprex) aus den Reihen der Kameradschaft Hof teil. Die bayerischen Neonazis waren allesamt hinter dem Transparent der “Revolutionären Nationalen Jugend Vogtland” (RNJ) anzutreffen.

Links: Kevin Pahnke (RNJ Vogtland) ; Mitte: Karsten Singer (Hof) ; Rechts: Jan Blümig (Oberprex)

Links: Kevin Pahnke (RNJ Vogtland) ; Mitte: Karsten Singer (Hof) ; Rechts: Jan Blümig (Oberprex) in Magdeburg am 12.01.2013

Daniel Weigl am 12.01.2013 in Magdeburg

Daniel Weigl am 12.01.2013 in Magdeburg

 

Erneut rassistischer Vorfall an Fichtelberger Flüchtlingsunterkunft

Am Samstag, dem 12.01.2013, kam es an der Flüchtlingsunterkunft im oberfränkischen Fichtelberg zu einem rassistischen Vorfall. Laut Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberfranken sind 10 teils vermummte Personen in das Gebäude eingedrungen und haben Parolen skandiert. Die Bewohner konnten über einen Nachbarn die Polizei verständigen, zu körperlichen Übergriffen ist es offenbar nicht gekommen. Bereits Anfang Dezember war die Unterkunft Ziel einer ähnlich gearteten Aktion. Damals drangen ebenfalls mehrere Personen in die ehemalige Ferienstätte ein und bedrohten die Bewohner.

Die Polizei konnte bis jetzt in keinem der beiden Fälle den Tätern habhaft werden und erklärt zynisch in der Pressemitteilung: “Ob möglicherweise ein ausländerfeindlicher Hintergrund vorliegt, müssen jetzt die weiteren Ermittlungen klären.” Die dem “Freien Netz Süd” zuzurechnende “Aktionsgruppe Bayreuth” hatte Ende November einen rassistischen Artikel über die Flüchtlingsunterkunft veröffentlicht.