G8-Xtra: Die Repression hat bereits begonnen, der Widerstand auch!

Der G8-Gipfel im Juni 2007 in Heilingendamm wirft bereits erste Schatten vorraus. Erste Hausdurchsuchungen in München und Erlagen. Wir berichten aktuell über die Ereignisse und informieren.

Ein Gipfel der Repression!

Vom 6.-8. Juni 2007 findet der diesjährige G8-Gipfel an der deutschen Ostseeküste in Heiligendamm (bei Rostock) statt. Insgesamt sollen beim G8-Gipfel deutschlandweit 35.000 PolizeibeamtInnen eingesetzt werden, davon alleine 16.000 rund um die “Rote Zone” in Heiligendamm. Diese “Rote Zone” soll durch einen 12,5 km langen und 2,5 m hohen Stahlzaun gesichert werden. Die Polizei hat angekündigt, mit allen Mitteln Blockaden und Behinderungen des G8-Gifpels zu unterbinden. Schon Wochen vor dem Gipfelbeginn wird die Bundesregierung das Schengener Grenzsystem außer Kraft setzen, so daß an allen deutschen Außengrenzen Grenzkontrollen stattfinden werden. Dort kann es zu Einreiseverboten für AktivistInnen aus dem Ausland kommen. Es ist daher ratsam, sich auf Anreisebehinderungen durch die Polizei einzustellen und sich vorab über alternative Anreisewege zu informieren. Grundsätzlich sollte sich aber niemand durch die Ankündigungen der Polizei einschüchtern oder vom Protest in Heiligendamm abhalten lassen. Jede und jeder sollte sich vorab auch über die eigenen Rechte gegenüber der Polizei informieren. Im Internet findet ihr u.a. auf folgenden Seiten viele rechtliche Tipps zum Verhalten bei Polizeiübergriffen, bei Festnahmen, bei Platzverweisen oder anderen Schikanen der Polizei:

http://www.rote-hilfe.de
http://www.gipfelsoli.org
http://dissentnetzwerk.org

Heute schon an morgen denken …

Angesichts des Muskelspiels der Polizei ist es wirklich notwendig, daß sich schon jetzt im Vorfeld des G8-Gipfels die Linke auf die kommende Repressionswelle vorbereitet und gemeinsam Spenden für die anstehende Antirepressionsarbeit sammelt. Die Rote Hilfe geht allein für Prozeßbetreuungen von einer fünfstelligen Euro-Summe aus. Es bedarf daher in der Solidaritätsarbeit einer gemeinsamen Anstrengung der gesamten Linken! Die Erfahrungen der vergangenen Gipfelevents zeigen, daß es einen langen Atem und v.a. viel Geld braucht, um der Kriminalisierung von AktivistInnen entgegenzutreten. Jede und jeder kann sich schon jetzt durch eine Spende für die Antirepressionsarbeit solidarisch zeigen.

Für Spendeneinzahlungen innerhalb Deutschlands:

Rote Hilfe e.V.
Konto 191 100 462
BLZ 440 100 46
Postbank Dortmund
Stichwort: “G8 Gipfel”

Für Spendeneinzahlungen aus dem Ausland:

Rote Hilfe e.V.
IBAN: DE75 4401 0046 0191 1004 62
SWIFT-BIC: PBNKDEFF
Postbank Dortmund
Purpose: “G-8 Summit”

Rote Hilfe G8 Soli-Flyer

was_tun_wenns_brennt.pdf | 447 kB