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Muc: Anquatschversuch wegen Siko

Am Dienstag, den 19.01.2010 wurde eine Person aus der linken Szene Münchens von Verfassungsschutz Agenten angesprochen, diese erwähnten explizit die Siko. Der Angesprochene liess die Agenten selbstverständlich stehen.

Der Genosse war gegen 19:00 mit seinem Fahrrad in der Schwanthalerstr. unterwegs, als ihm ein Auto vor einer roten Ampel den Weg abschnitt. Der Beifahrer stieg aus, begrüßte den verdatterten Genossen mit Handschlag und redete ihn mit „Hallo …“ und Vornamen an. Weiter sagte er sinngemäß: „Wir wollen wegen der Siko mit euch reden/zusammenarbeiten“. Auf die Frage wer er sei, antwortete er mit „VS“ und zeigte einen Ausweis mit Foto. Der Genosse sagte, dass er kein Interesse habe, bugsierte sein Fahrrad um das Auto herum und fuhr weiter, wobei ihm der Agent noch „Sei keine Memme!“ nachrief.

VS-ler in solchen Situationen abblitzen zu lassen sowie den Vorfall zu veröffentlichen ist das richtigste und einfachste zugleich: Überwachungs- und Verfolgungsbehörden sehen linke soziale Bewegungen in erster Linie als Bedrohung, nicht als notwendigen Bestandteil einer offenen Gesellschaft. Sie sind gut darauf eingestellt, Informationen abzuschöpfen und gegen linke Bewegungen zu verwenden, bei einem Kontakt gibt es von linker Seite nichts zu gewinnen: Just say no.

Ob der VS-ler tatsächlich glaubte, auf diese eher überfallartige Art einen V-Mann anwerben zu können, ist fraglich. Die Vermutung liegt nahe, dass die plumpe Anmache eher erschrecken und einschüchtern sollte.
Ob Schnüffelei oder Einschüchterung, die Aktion ist ganz klar als ein Angriff auf die Münchner Linke und auf die Mobilisierung gegen die NATO-Kriegskonferenz zu sehen. Immer wieder hatte es Einschüchterungsversuche im Vorfeld grosser Aktionen gegeben, wie z.B. die diversen Hausdurchsuchungen im Marat vor der Siko. Ebenso regelmäßig sind diese Einschüchterungsversuche gescheitert. Lassen wir sie auch diesmal ins Leere laufen!

Geheimdienste auflösen, Bundeswehr wegtreten!
Siko angreifen – No war but class war!


Beschreibungen:

der VS-ler war etwa 1,80 m gross und von mittelmäßiger Statur. Er hat eine Vollglatze und trägt einen schwarzen, kurzen und dichten Schnauzer mit vielen grauen Haaren. Er dürfte 40 – 50 Jahre alt sein. Bekleidet war er mit einem langem, braunen Stoffmantel.
Der vorgezeigte Ausweis war weiss, in Kreditkartenformat und aus Plastik. Auf dem Foto auf dem Ausweis wirkte der Agent etwas jünger. Der Name auf dem Ausweis lautete „Heinz Lankes“.
„Heinz“ war peinlich bemüht, beim vorzeigen des Ausweises die linke untere Ecke zu verdecken, außer dem Namen war nichts zu lesen.

Das Auto war ein silbergrauer 5-Türer mit Kennzeichen M – PA 3837.


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