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Totale Änderung der Naziroute

Aktuelle Infos vom 29.3.2005

Wie wir heute erfahren haben, hat die Polizei den Nazis eine neue Demoroute verpasst. Laut Kreisverwaltungsreferat (KVR) ist ihr neuer Demoplan folgender:

10.30 Uhr: Treffpunkt Theresienwiese
11.00-12.00 Uhr: Auftaktkundgebung

12.00-13.30 Uhr:
Demonstration über folgende Punkte:

Esperantoplatz, Mozartstraße, Goetheplatz, Lindwurmstraße zum Sendlinger Tor.

13.30-14.00 Uhr: Zwischenkundgebung am Sendlinger Tor.
14.00-15.00 Uhr: die selbe Demoroute zurück zur Theresienwiese
15.00-17.30 Uhr: Abschlusskundgebung / Nazi-Konzert

Die Nazis werden also kaum in der Innenstadt demonstrieren, und ihr verkapptes Rechtsrockkonzert ist auch wesentlich verkürzt worden. Trotzdem sind die Daten des KVR mit Vorsicht zu genießen: Die Polizei hat ein Interesse, Nazidemonstration und GegendemonstrantInnen auseinander zu halten, es ist also davon auszugehen, daß die Nazis wesentlich früher loslaufen als angegeben.

Angemeldete Gegenaktivitäten:

Die neue Demoroute stellt uns vor eine grundlegend andere Situation. Da die verschiedenen angemeldeten Kundgebungsorte entlang der Naziroute vor ein paar Tagen abgemeldet worden sind, gibt es nur folgende Anlaufpunkte:

Poccistraße: 9-19 Uhr
Oktoberfestattentatmahnmal: 9-19 Uhr

Natürlich findet die Kundgebung am Marienplatz immer noch statt, aber wer ernsthaft vor hat, sich den Nazis entgegenzustellen, hat ab spätestens 10.30 Uhr am Marienplatz nichts mehr verloren.
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Kapitalismus überwinden – Grenzen einreißen – Deutschland abschalten

Am 02.04. wollen in München Neonazis der Kameradschaft Münchnen (Ks München) unter dem Motto “Nur ein Esel glaubt noch an einen Sozialstaat in BRD!” in der Innenstadt demonstrieren.

Mit der Wahl dieses Mottos wird explizit ein Bezug auf eine Aktion die die “Aktionsfront Nationaler Sozialisten” um Michael Kühnen hergestellt. Diese liefen 1978 mit Eselsmasken auf dem Kopf und Schilder auf denen “Ich Esel glaube immer noch, dass in deutschen KZs Juden vergast wurden” durch die Hamburger Innenstadt.

Desweiteren versuchen die Veranstalter durch die Durchführung eines Rechtsrockkonzertes auf der Demo noch mehr TeilnehmerInnen zu mobilisieren.

Der “Führer” der Kameradschaft ist der vorbestrafte Norman Bordin, der die “Ks” gründete; aufgrund eines beinahe tödlichen Überfalls auf einen Griechen im Jahr 2001 musste er ins Gefängnis wandern. Daraufhin führte Martin Wiese seine Geschäfte weiter bis zur Planung des Bombenattentats auf das jüdische Zentrum, das zu Glück verhindert wurde.

Die Ks München bildet den Anlaufpunk und die Plattform für fast alle Neonazis in München und Umgebung, vom rechtsextremen Verein “Demokratie Direkt” eines Roland Wuttke über die NPD , bei der es mitlerweile auch personelle und logistische Überschneidungen mit der Ks München gibt, bis hin zu diversen Faschobands und Naziliedermachern.

Die Kameradschaft München unterhällt bundesweite Kontakte zu organisierten Faschisten, beispielsweise sollen Reisenazi Christian Worch und der KDS-Kasperl Axel Reitz auf der Demo am 02.04. Reden halten.

Die Münchener Faschos versuchten schon desöfteren an linken Versammlungen teilzunehmen, bespielsweise den Protesten gegen den Irakkrieg oder den Montagsdemos.
Auf das Konto von Bordin, der mittlerweile wieder frei ist, und seinem Stellvertreter Hajo Klettenhofer gehen auch noch zahlreiche Propagandaaktionen, Hetzkampagnen, etc.

Parallel zu der Veranstaltung in München wollen auch andere Nazis aus Deutschland, bespielsweise das Aktionsbüro Norddeutschland, an diesem Tag auf den Zug der Proteste gegen den Sozialabbau aufspringen und demonstrieren.

Grade jetzt wo antifaschistische Aktionen in München und Umgebung wieder erste Erfolge erzielen,darf das Engagement gegen Rechts nicht nachlassen.

In Zeiten in denen die bürgerlichen Parteien mal wieder den “Aufstand der Anständigen” herbeibeten, ist es um so wichtiger der verlogenen und rassistischen Politik nicht zu glauben und Widerstand zu leisten.

Wir brauchen keinen Aufstand der Anständigen, sondern einen anständigen Aufstand!

Kommt am Samstag, den 02.04. nach München, bringt Freundinnen und Feunde mit, helft mit antifaschistischen Widerstand zu leisen!

Treffpunkt: 10:00 Marienplatz
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Bündnis – Aufruf gegen den Naziaufmarsch am 2. April in München

Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!
Kein Naziaufmarsch am 2. April 2005 in München!

Am 2. April 2005 planen alte und neue Nazis erneut einen Propagandamarsch durch München, der in ein Open?Air?Konzert auf der Theresienwiese münden soll.

Unter dem Motto “Nur ein Esel glaubt noch an einen Sozialstaat in der BRD” hat der Anführer der Kameradschaft München und NPD?Mitglied Norman Bordin eine Demonstration in München angemeldet. Angekündigt sind Redner aus dem Spektrum der “Freien Kameradschaften/Freie Nationalisten” aus dem gesamten Bundesgebiet.

Wir werden nicht dulden, dass 60 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz und dem Ende des 2. Weltkriegs in München unverhohlen mörderische NS?Propaganda betrieben wird, gegen Flüchtlinge und MigrantInnen gehetzt und die Erinnerung an die Opfer der Vernichtungspolitik Nazideutschlands mit Stiefeln getreten wird.

Das Thema der Demonstration “Sozialstaat” stellt einen weiteren Versuch der Neonazis dar, sich antikapitalistisch und globalisierungskritisch gerierend an die Proteste gegen die sogenannten Sozial? und Arbeitsmarktreformen (Agenda 2010/Hartz IV) anzudocken. Doch auch wenn Sprache, Outfit und Aktionsformen moderner geworden sind: Hinter der Sozialabbaukritik von Rechts steht die immer gleiche völkisch?rassistische Ideologie von Volksgemeinschaft, Nationalismus und Antisemitismus.

Der Skandal von 1997 darf sich nicht wiederholen, als über 5.000 Nazis unter Polizeischutz durch München marschierten. Nur die konsequente Haltung der 15.000 Münchnerinnen und Münchner, die damals stundenlang den Marienplatz besetzt hielten und schließlich die Nazis im Tal gestoppt haben, verhinderte, dass diese ihr Ziel erreichten. Auch weitere Versuche der NPD, in München aufzutreten, sind an der Wachsamkeit und Präsenz der Münchner Bevölkerung mehrmals gescheitert: So ihre Propagandaveranstaltung am 30. September 2000 auf dem Marienplatz und die geplante Großkundgebung am 25. November 2000 auf dem Maria?Hilf?Platz, die wegen der angekündigten Gegendemonstrationen kurzfristig von der NPD abgesagt wurde. Damit wurden klare Zeichen gesetzt.

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

Wir können uns nicht darauf verlassen, dass die Stadt oder der Staat den Nazis den Ton abdreht. Wir müssen schon selber auf die Straße gehen und unüberhörbar klar machen: Wir werden auch den Nazi?Aufmarsch am 2. April 2005 nicht hinnehmen! Wir rufen alle Münchnerinnen und Münchner auf, den Faschisten kreativ und entschlossen entgegenzutreten. Wo immer die Nazis aufmarschieren ? wir werden präsent sein.

Stoppen wir gemeinsam den braunen Spuk.
Nie wieder Faschismus ist kein Lippenbekenntnis, sondern Ansporn und Anlaß zum aktiven Handeln!

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