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Warum wir den diesjährigen Aufruf des Bündnisses nicht unterstützen

Hallo Münchner Bündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz,

seit Sommer 2001 verstanden wir uns immer als ein Teil des Bündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz. Damals bestimmten wir gemeinsam einen Grundkonsens der folgendes ausdrückte: »Es ist nicht die Aufgabe einer Protestbewegung, den Herrschenden und Mächtigen dieser Welt zu gefallen, wir lassen uns nicht in Gut und Böse spalten, sondern wählen die Mittel unseres Widerstands selbst« (Münchner Manifest gegen Krieg und kapitalistische Globalisierung – Bündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz 2002).

Die oben genannten Worte fanden den Weg in eine Bündnis-Präambel, an der über die Jahre immer wieder gefeilt wurde – in der Kernaussage blieb dieser Konsens aber bis Sommer 2010 erhalten. Für uns war dies das Fundament auf dem ein so breites Bündnis wie das gegen die SIKO in München stand. Gerade darin drückte sich auch seine Stärke und Entschlossenheit aus:

Keine Distanzierung von militanten Aktionsformen – keine Spaltung und Ruhigstellung von Teilen einer Protestbewegung.

Die Stärke am Bündnis war immer, dass in ihm eine Vielzahl unterschiedlicher Aktionsformen ihren Platz fand. Mit dem diesjährigen Bündnis-Aufruf zu NATO-Sicherheitskonferenz wurde dieser Grundkonsens (Präambel) aufgekündigt. Deshalb werden wir den Aufruf nicht unterstützen.

Für uns heisst das allerdings nicht das wir nicht mehr gegen die NATO-Sicherheitskonferenz mobilisieren werden. Im Gegenteil: Auch dieses Jahr mobilisieren wir mit einem eigenen Aufruf und werden uns auf der Demo sichtbar als offener Block beteiligen.

AK internationalismus, Januar 2011


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