Clément Méric: Am 05.06.2013 von Neonazis in Paris ermordet

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Wir gedenken dem ermordeten Antifaschisten Clement Méric | Clement war Mitglied der Gewerkschaft CNT und aktiv bei Action Antifasciste Paris Banlieue

Aufruf der Antifa Nordost (inklusive Video) & Interview mit Action Antifasciste Paris Banlieue

„Am 05. Juni 2013 wurde der 18-jährige Antifaschist Clément Méric in Paris von Faschisten ermordet. Clément befand sich gerade in der Chaussée d’Antin, als er beim Verlassen eines Geschäfts auf eine Gruppe Faschisten traf, zu der auch sein Mörder Esteban Morillo gehörte. Morillo erkannte Clément, der sich zuvor an den Protesten gegen die ‚manif pour tous‘-Bewegung (Protestbewegung gegen die ‚marriage pour tous‘, also die Ehe für alle, auch für Homosexuelle) beteiligt hatte, von einer Gegendemo wieder. Es kam zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf Clément vom Haupttäter mit einem Schlagring am Kopf getroffen wurde. Clément erlag seinen Verletzungen kurze Zeit später im Krankenhaus. Weiterlesen

Öffentliches Blockadetraining in Rosenheim

Polizeieinsatz und rechtswidrige Meldeauflagen haben Nachspiel:

Am Pfingstmontag, den 04.06.2017, trainierten im Rosenheimer Salingarten rund 60-70 Personen das Durchführen von Sitzblockaden. Hintergrund für das Blockadetraining ist der vergangene Polizeieinsatz gegen ein solches Training und die Erteilung von rechtswidrigen Meldeauflagen gegen mutmaßliche Teilnehmer*innen im vergangenen April. Weiterlesen

G20 Hamburg – Welcome to hell

hell

call to action | autonomous & anticapitalist alliance against the G20 summit | g20tohell.blackblogs.org

BLOCKIEREN – SABOTIEREN – DEMONTIEREN
Der nächste Gipfel der zwanzig wirtschaftlich und politisch mächtigsten Staaten der Welt soll am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg stattfinden. Austragungsort sind die Messehallen in der Hamburger Innenstadt im Wohngebiet von St. Pauli. Die Herrschenden dieser Welt werden dabei begleitet von tausenden Delegationsmitgliedern und Journalist*innen, beschützt durch eine Armee aus Polizei, Geheimdiensten und Militär. Durch die Einbindung von internationalen Verbänden und NGO’s wird der Anspruch formuliert, weitreichende Entscheidungen zu treffen. Nach außen hin geben sich die deutschen Veranstalter*innen einen sozialen Anstrich, die Leitthemen sollen Frauen, Flucht und Gesundheit sein. Dies sind populistische Nebelkerzen, denn grundsätzlich geht es beim G20 um die Aufteilung der geopolitischen Interessenssphären und Machtansprüche und um die Koordinierung der weltweiten Ausbeutung.

Der G20-Gipfel ist dabei kein Treffen, welches einen Großteil der Menschheit repräsentiert, sondern ein Treffen bürgerlicher Regierungen, autoritärer Regimen, Folterstaaten und kriegführender Militärblöcke, die alle die globale Ausbeutung vorantreiben. Der Gastgeber Deutschland ist neben China einer der großen Gewinner der Globalisierung der letzten 25 Jahre. Der G20-Gipfel im Juli 2017 müsste also heißen: “Zu Gast bei Siegern”. Hamburg und sein Hafen als vermeintliches „Tor zur Welt“ lassen dabei die Blutspuren der internationalen Ausbeutung von ihren Mauern abtropfen. Dieser Gipfel dient der Aufrechterhaltung einer Weltordnung, die für diverse kriegerische Konflikte, weit verbreitete Armut und über 60 Millionen Menschen auf der Flucht verantwortlich ist, und auch dafür, dass zunehmend mehr Menschen auf ihrer Flucht sterben. Weiterlesen

Der Reichsadler an der Bundeswehrkaserne in Bad Reichenhall

Pressemitteilung der infogruppe rosenheim zur aktuellen Debatte um die Wehrmachtserinnerungen in der Bundeswehr:

reichsadlerweb

In Bad Reichenhall sind die Wehrmachtserinnerungen in der Bundeswehr ganz offensichtlich: Immer noch prägen ein nationalsozialistisches Landser-Gemälde und ein Reichsadler das Bild der örtlichen Kaserne1. Lediglich das Hakenkreuz in den Krallen des Reichsadlers wurde durch ein Edelweiß ausgetauscht. Seit 2010 kritisiert das antifaschistische Rabatz-Bündnis die NS-Traditionspflege im oberbayerischen Bad Reichenhall. Weiterlesen

Fight G20 – Vom Hinterland nach Hamburg

g20
Mai/Juni: Veranstaltungsreihe in Rosenheim, Wasserburg und Salzburg | Alle Termine fight-g20.tk

Am 07. und 08. Juli 2017 trifft sich in Hamburg die Gruppe der G20. Es treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 17 wirtschaftsstärksten Nationen sowie Südafrika und Argentinien. Hinzu treten die jeweiligen Finanzminister*innen und Zentralbankchefs sowie Institutionen wie die Europäische Union, der Internationale Währungsfonds oder auch Weltbank und OECD. Weiterlesen

1. Mai 2017 in München

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09:45 Uhr | Revolutionärer Block auf der 1. Mai Demonstration des DGB | DGB Haus Schwanthalerstr. 64

11:00 bis 17:00 Uhr | Libertäre 1. Mai Versammlung | Rindermarkt (Nähe Marienplatz)

16:00 Uhr | Revolutionäre 1. Mai Party | Glockenbachwerkstatt, Blumenstr. 7

Unser Leben besteht aus morgens aufstehen, um in die Arbeit zu rennen. Dort für wenig Lohn acht oder mehr Stunden zu buckeln. Am Ende des Monats muss trotzdem gerechnet werden, ob nach Abzug der Miete noch genug Geld vorhanden ist – für Rechnungen, Bahntickets oder Lebensmittel. Leiharbeit, befristete und prekäre Beschäftigung weiten sich aus.
Mit dem Überschuss aus unserer Arbeit machen die Unternehmen Gewinn, die sie entweder reinvestieren oder einstreichen, auch konsumieren oder an Aktionäre ausschütten. Der gesamte gesellschaftliche Reichtum basiert auf Nichtbesitz eines Großteils der Menschen, der sie einerseits zur Lohnarbeit und andererseits dazu zwingt, die hergestellten Güter mit ihrem Lohn wieder zu erwerben. Auf der sozialen Leiter absteigen kann man schnell, dies jedoch verhindern kann man dagegen nur durch noch mehr Lohnarbeit und Leistungszwang. Weiterlesen

FAU ruft zur Solidarität mit migrantischen Arbeiter*innen und Flüchtlingen auf

1. Mai 2017: Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!

Die FAU ruft auf, am 1. Mai 2017 die Solidarität mit Migrant*innen in den Mittelpunkt zu stellen, die wie wir Arbeiter*innen sind, aber als migrantische Arbeiter*innen in besonderer Weise unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen leiden und kapitalistischer Ausbeutung ausgesetzt sind.

Auf dieser Unterseite informieren wir über Aktivitäten der FAU-Syndikate rund um den 1. Mai.

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Europaweit und darüber hinaus erstarken populistische Parteien und Bewegungen in einer Breite, wie wir es in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt haben. Was macht diesen Populismus aus? Hinter der Ablehnung einiger Symbole der kapitalistischen Globalisierung, etwa von Freihandelsverträgen oder dem Euro, steckt ein Nationalismus, der die globalisierte kapitalistische Ausbeutung keineswegs in Frage stellt. Dieser Nationalismus spaltet was zusammengehört, und pfercht zugleich zu vermeintlichen Interessengemeinschaften zusammen, was in Wirklichkeit durch Klassengegensätze gespalten ist.

Solidarität gegen Rassismus und Ausbeutung!

Gerade Migrant*innen sind in besonderem Maße von Ausbeutung und Entrechtung betroffen. Durch die rassistische Migrationspolitik werden manche mit Arbeitsverboten belegt, manche auch mit Arbeitszwang. Andere haben keinerlei Aufenthaltspapiere und sind doch gezwungen, sich und ihre Familien durchzubringen. In illegalisierten Arbeitsverhältnissen können sie jedoch kaum ihre Rechte durchsetzen und sind der Willkür ihrer „Arbeitgeber“ ausgesetzt.
Doch auch wenn die Jobs „legal“ sind, sind sie oft prekär: In Branchen wie Gastronomie, Reinigung, Pflege und Bau sind Arbeitsrechtsverstöße in Form von Scheinselbständigkeit, Lohndumping, „kalten“ Kündigungen und Lohnklau an der Tagesordnung. Weiterlesen

Verhinderung demokratischer Rechte durch Rosenheims Polizei und Behörden?

Update: Am 21.4.17 hat das Verwaltungsgericht München in einem Eilentscheid die Meldeauflagen erstinstanzlich für unwirksam erklärt. Siehe Hurra, wir fahren nach Köln

Pressemitteilung der infogruppe rosenheim vom 19.4.2017

Bereits am 17.4.2017 fand eine Kundgebung und eine Spontandemonstration statt | Bericht hier

Pressemitteilung 19.04.17:

Mehrere Personen aus der Region Rosenheim sollen per Meldeauflagen an der Teilnahme an den Protesten gegen den AfD Bundesparteitag gehindert werden

Polizei stürmte ohne Durchsuchungsbeschluss Privatgelände

Rechtliche Schritte gegen Meldeauflagen und Polizeirazzia wurden bereits eingeleitet

Rosenheim (re). Die Polizei will offensichtlich gemeinsam mit den Ordnungsämter aus Stadt und Landkreis Rosenheim die Anreise von Antifaschist*innen zu den Protesten gegen den Bundesparteig der AfD in Köln verhindern. Gegen mehrere Personen haben die Behörden, auf Antrag der Polizeiinspektion Rosenheim, für Freitag und Samstag sogenannte Meldeauflagen beantragt. Ziel der Meldeauflage ist es laut einem vorab zur Stellungnahme verschickten Schreiben „Ihre Anreise und Ihre Anwesenheit am Parteitag (….) zu verhindern“. Weiterlesen

Rosenheim: Meldeauflagen wegen AfD Parteitag

soli-gegen-repression
Demokratie und Meinungsfreiheit verteidigen
Illegale Polizeieinsätze und Meldeauflagen bekämpfen
AfD-Bundesparteitag in Köln verhindern!

Die Polizei will die Anreise von Antifaschist*innen zu den Protesten
gegen den Parteitag der AfD verhindern. Gegen mehrere Personen aus dem
Raum Rosenheim hat die Polizeiinspektion Rosenheim für Freitag und
Samstag sogenannte Meldeauflagen beantragt. Ziel der Meldeauflage ist es
laut einem Behördenschreiben „Ihre Anreise und Ihre Anwesenheit am
Parteitag (….) zu verhindern“. Hintergrund für die Meldeauflagen ist die
angebliche Teilnahme an einem Demotraining, welches Anfang April in
Rosenheim stattgefunden haben soll. Weiterlesen

Über die Kämpfe der Massenarbeiter_innen und den Operaismus

Der 1. Mai steht vor der Tür! An dieser Stelle dokumentiert ein Artikel bzw. Bericht und Reflexion aus dem Lower Class Magazine vom 10.03.2017

„In den 60er und 70er Jahren tritt in Norditalien eine Reihe von Arbeiter*innenkämpfen von neuartigem Ausmaß auf: Die erfolgreiche Blockierung von Teilen der Produktion führt zu maßgeblichen Verlusten für das Kapital durch nichtproduzierte Waren, als Ergebnis verschiedener Kämpfe stehen später Tarifabschlüsse in verschiedenen Bereichen, die Lohnerhöhungen von teilweise deutlich über 10% beinhalten. Entscheidend getragen wurden die Kämpfe von den durch die fordistische Produktionsweise hervorgebrachten Massenarbeiter*innen. Für die gegenwärtige Linke stellt sich entsprechend die Frage: Was können wir aus der historischen Erfahrung dieser Kämpfe lernen und mit den dahinterstehenden politischen Überlegungen heute noch anfangen? Dem wollten wir uns gemeinsam mit Christian Frings nähern, der im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Klasse – Macht – Kampf“ den Kampfzyklus der Massenarbeiter*innen und die theoretische Entwicklung dessen beleuchtete, was später als Operaismus bekannt wurde. [1]

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Über die Kämpfe
Einleitend hebt Christian Frings hervor, wie die Klassenkämpfe der 60er Jahre in Italien im Kontext des vorangegangenen Industrialisierungsschubes zu sehen sind, der eine massenhafte Binnenmigration auslöste und junge Arbeiter*innen aus dem verarmten Süden Italiens in die industriellen Zentren um Turin, Mailand und Venedig trieb. Gleichzeitig waren die linken Parteien und Gewerkschaften Italiens mehr auf das Ziel der politischen Teilhabe am Staatsbetrieb fokussiert denn auf die Situation der Arbeiter*innen in den Betrieben. Genau hier aber, in den Fabriken, den „verborgenen Stätten der Produktion“ (Marx), den Orten an denen Tag für Tag der Mehrwert abgepresst wird, liegt der Beginn der massenhaften Arbeiter*innenkämpfe. Weiterlesen