08. März 2019: Internationaler Frauenstreik


Am 8. März ist Internationaler Frauenkampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen wir für unsere Rechte und gegen jede Unterdrückung. Über die Welt breitet sich eine Bewegung von streikenden Frauen und Queers* aus, von Polen bis Argentinien, von New York bis Hongkong, von Spanien über Nigeria bis Australien. Auch wir sehen Grund zum Streik und sagen: Es reicht! Lasst uns am 8. März zusammen streiken!

Bundesweit: frauenstreik.org mit vielen praktischen Tipps

Aufruf für München: Wenn Frauen streiken, steht die Welt still

Gewerkschaftlich: Aufruf der syndikalistischen FAU und ein Streikaufruf in der Gastronomie der FAU Dresden

International: Aufrufe aus der International Confederation of Labour (ICL) zum Generalstreik in Italien und Spanien
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AfD adaptiert Gelbwesten-Proteste in Dachau

Am vergangenen Samstag, den 23.02.19, haben AfD Mitglieder gemeinsam mit PEGIDA Aktivist_innen versucht die französischen Gelbwesten-Proteste für extrem rechte Inhalte zu instrumentalisieren. An der Kreuzung Münchner Straße/Bahnhof Straße standen zwei Stunden lang 14 Personen und versuchten Flugblätter an die Passant_innen zu verteilen. Vordergründig wurden bundesweite Volksabstimmungen gefordert, man stellte auch ein großes Banner einer nicht rechten Initiative für Volksabstimmungen, welches auch als Layout im Aufruf genutzt wurde, auf. Aber bereits im Aufruf wurde schnell klar, woher der Wind weht. Man sei nicht gefragt worden, ob man den Euro wolle oder man die Banken hätte retten wollen. Dann kommt gleich die Ablehnung des Migrationspakts in Spiel, ein gemeinsames Steckenpferd der Neuen und nicht ganz so neuen Rechten. Das war‘s dann schon an Inhalten. „Deshalb: Gelbe Westen anziehen und mitmachen“, so die Aufforderung. Weiterlesen

05.03.19 Antifa Infocafe: Rechter Schauplatz Oberbayern. Damals wie heute

Freiraum Dachau
Brunngartenstr. 7
Offen ab 19:30 Uhr | Beginn 20:00 Uhr
Eintritt frei | Spenden erwünscht

Jedes Jahr finden im oberbayerischen Raum rechte und geschichtsrevisionistische Gedenkveranstaltungen statt, wie etwa in Schliersee für das Freikorps Oberland oder für die Verbrecher der Gebirgsjäger der Wehrmacht in Mittenwald und Bad Reichenhall. Weiterlesen

Lagergemeinschaft Dachau positioniert sich gegen AfD

Es war ein kalkulierter Eklat der neuen AfD Fraktion im bayerischen Landtag. Bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am 23.1.19 verließen die Fraktionsmitglieder den Saal. Die Gastrednerin Charlotte Knobloch, Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde, ging in ihrer Rede hart mit der AfD ins Gericht. Es war vorher absehbar, dass die AfD Erwähnung finden wird. Schließlich wurden ihre Mitglieder und auch ihre prominenten Aushängeschilder, wie Björn Höcke und Parteichef Gauland nicht müde ihr Geschichtsverständnis bezüglich der Zeit des Nationalsozialismus zu betonen.
Im Nachhinein sieht man sich bei der AfD natürlich im Recht. Man habe Parteipolitik betrieben, aber im Endeffekt waren sie es selbst, die Parteipolitik betrieben haben. Sie befinden sich und den Umgang mit ihnen wichtiger als Millionen Opfer des Holocaust. Sie müssen gar keine Erklärung mehr abgeben, diese Sichtweise reicht völlig. Das ist dann wohl die von Höcke beschworene „erinnerungspolitische 180-Grad-Wende“. Bei einem Gedenken an den NS den Saal zu verlassen brachte vorher nur die NPD, als sie noch in Landtagen vertreten war.
Nun kommt eine klare Ansage von Menschen, die in dieser Frage gar nicht mehr Gewicht bekommen können. Die Lagergemeinschaft Dachau hat eine Erklärung abgegeben, in der sie feststellt, „dass mit der AfD jetzt im Bundestag und in allen Landtagen eine Partei ist, die die Verbrechen der Nazis verharmlost, teils leugnet und eine enge Verbindung zum rechtsextremen Milieu hat.“

Chronik rechter Aktivitäten 2018 in Dachau und Umgebung

Januar

Am 14. Januar nehmen drei Künstler an einer englischsprachigen Führung durch die KZ Gedenkstätte teil. Der Guide bewertet die Grenzschließung der Schweiz im zweiten Weltkrieg als positiv und vergleicht dies mit der heutigen Situation. Er fordert die Grenzschließung Deutschlands und warnt vor einer „Übervölkerung“ durch „Ausländer“. (Quelle: Antifa)

Nach einer Meldung der Presse vom 15. Januar verliert Florian Jäger (Olching) den Bezirksvorsitz der AfD Oberbayern an Franz Bergmüller (Feldkirchen-Westerham). Anfang 2016 wurde in Bergmüllers „Landgasthof Bergmüller“ die „Ortsgruppe Mangfalltal“ der völkisch rassistischen „Identitären Bewegung“ gegründet. (Quelle: SZ Bayern, Antifa)

Am 20. Januar gibt die völkisch rassistische „Identitäre Bewegung“ (IB) per Facebook bekannt, am Vortag in Fürstenfeldbruck eine Ortsgruppe gegründet zu haben. Geleitet wird das als Gründungsstammtisch deklarierte Treffen vom IB Regionalleiter Philipp Mosig (München). Neben dem Ortsgruppenleiter der IB Mangfalltal Florian Sch. (Feldkirchen-Westerham) nehmen auch weitere externe Aktivist_innen aus Bayern teil. Die Veranstaltung findet in Räumlichkeiten des TuS Fürstenfeldbruck statt. (Quelle: Antifa) Weiterlesen

Frauen*streik am 8. März 2019 und darüber hinaus

Auftaktveranstaltung 28.12.18 | FREIRAUM DACHAU | 20:00 Uhr | Brunngartenstr. 7 | frauenstreik.org

In den letzten Monaten nahm die bundesweite Bewegung für einen feministischen & Frauen*streik Fahrt auf: Inzwischen haben sich über 20 Streikkomitees gegründet, die – in Anlehnung und Orientierung an den feministischen Streik in Spanien – einen Streik für den 8. März 2019 und die folgenden Jahre vorbereiten. In Göttingen fand bereits ein bundesweites Vernetzungstreffen statt, an dem rund 400 Frauen* zusammen kamen und dort sogar einen gemeinsamen Aufruf verfasst haben.

Aber was genau ist der Frauen*Streik? Oder heißt es feministischer* Streik? Was wird geplant? Wer ist daran beteiligt? Und wie kann ich mitmachen?

Wir wollen uns bei diesem Treffen über die aktuellen Entwicklungen, offene Fragen und Beteiligungsmöglichkeiten informieren. Danach wollen wir gemeinsam über Perspektiven des Streiks in Dachau sprechen, uns austauschen und erste Kontakte zu knüpfen.

Ob mit oder ohne Vorkenntnisse, kommt vorbei und bringt Verbündete und Interessierte mit. Lasst uns einen Streik organisieren und gemeinsam auf die Straßen gehen! Weiterlesen

AfD aus der Erlenau jagen! 15.12.18: Demo gegen AfD Büro in Rosenheim

Nachtrag 18.12.: Über 250 Menschen demonstrierten entschlossen gegen das geplante AfD Büro. Das Demo Bündnis spricht von einem Erfolg. Als Demonstrationsteilnehmer_innen vor das Büro ziehen prügelt die Polizei los. Die infogruppe rosenheim verurteilt die Polizeigewalt.

Support the Hinterland! | noafdrosenheim.noblogs.org | 15:00 Uhr Ludwigsplatz Rosenheim

Ab Dezember 2018 soll es jetzt auch in Rosenheim soweit sein: Die AfD
will ihr erstes sogenanntes „Bürgerbüro“ in der Erlenau eröffnen.
Damit hätte eine rassistische, frauenfeindliche und antisemitische
Partei, die seit Jahren daran arbeitet den Rechtsruck weiter
voranzutreiben und den sozial „schwächeren“ das Leben noch mehr zur
Hölle zu machen, in Rosenheim feste Räumlichkeiten. Das wollen wir
verhindern! Weiterlesen

Olching: Containern ist kein Verbrechen


Zwei junge Frauen stehen im Dezember vor Gericht, weil sie an einer EDEKA Filiale vom Geschäft weggeworfene Lebensmittel mitgenommen haben. In einer Petition schreiben sie:

„Kann es strafbar sein, weggeworfene aber noch genießbare Lebensmittel aus dem Container von Edeka zu retten? Ist es gerecht, wenn in Zeiten der Klimaerwärmung und zunehmender Ressourcenknappheit die Verschwendung straflos bleibt und die Sparsamkeit zum Verbrechen wird?

Wir, Caro (27) und Franzi (25), waren am 4. Juni bei einem Edeka in unsere Nähe containern. An diesem Abend holten wir Gemüse und einige Milchprodukte dort aus der Tonne. Kurz bevor wir uns auf den Heimweg machen wollten, tauchte eine Polizeistreife auf und nahm unsere Personalien auf. Nun wird uns vorgeworfen, Lebensmittel von Edeka „gestohlen“ zu haben. Wir sind des „besonders schweren Fall des Diebstahls“ (§ 243 StGB) angeklagt. Laut Edeka beträgt der Wert des entstandenen Schadens 100€. Diese Einschätzung beruht auf der Annahme, dass die Lebensmittel, die sich im Müll befanden, noch ihrem Verkaufswert nach zu beurteilen sind. Unser momentanes Strafmaß beläuft sich auf 40 Tagessätze a 30€ pro Person – das macht insgesamt 2400€. Weiterlesen

„Die Stadt Dachau ist somit heute völlig judenfrei“: Gedenken an die Novemberprogrome in Dachau

Zwei Dutzend Antifaschist_innen begaben sich am Abend des 6.11.2018 zu den Stolpersteinen in der Hermann-Stockmann Straße. Anlässlich des 80. Jahrestags der Novemberpogrome wurde den vertriebenen und in der Folge vielfach ermordeten Jüdinnen und Juden aus Dachau gedacht. An Ort und Stelle wurden Biographien von Vera und Hans Neumeyer, Julius Kohn, Alice und Johanna Jaffe, Max und Melly Wallach vorgestellt.

„In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 initiierte das NS Regime einen reichsweiten antisemitischen Exzess. Es wurden tausende Wohnungen und Geschäfte von jüdischen Bürger_innen geplündert, über 1400 Synagogen zerstört und niedergebrannt. 400 Menschen wurden in den Tagen der Novemberpogrome ermordet, an die 30.000 in die Konzentrationslager Dachau, Sachsenhausen und Buchenwald deportiert. Ihr gesamter Besitz wurde beschlagnahmt“, schreibt das Antifaschistische Infocafé in einer Ankündigung. In Dachau wurden am Abend des 10.11.1938 insgesamt 15 Menschen von Angehörigen der Dachauer NSDAP per Hausbesuch dazu aufgefordert die Stadt bis Sonnenaufgang zu verlassen. „Die Stadt Dachau ist somit heute völlig judenfrei“ meldete der Dachauer Bürgermeister Hans Cramer später der NSDAP Kreisleitung. Gleichzeitig waren im Zuge der Pogrome 11.911 Jüdinnen und Juden im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Weiterlesen